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Wie kann man Texter/in werden?

Als Texter/in sind Sie mit dem Verfassen von Texten nach bestimmten Vorgaben beschäftigt. Das klassische Arbeitsfeld liegt in den verschiedenen Bereichen der Werbung und des Marketings. Hier müssen Texte für Anzeigen, Fernsehspots sowie für Werbebroschüren und Internetauftritte erstellt werden. Darüber hinaus können Texter/innen aber auch im technischen Bereich Anstellung finden wenn es etwa um das Verfassen von Gebrauchsanleitungen, Ratgebern, Leitfäden etc. geht. Zum Teil geht die Arbeit von Texter/innen außerdem in den journalistischen bzw. schriftstellerischen Bereich über wenn es etwa um Aufträge für das Verfassen von Texten für Blogs oder die Erstellung von E-Books zu bestimmten vorher festgelegten Themen geht. Die Arbeit als Texter/in ist sowohl freiberuflich als auch in angestellter Form bei einer Agentur möglich.

Gibt es eine Ausbildung zur Texter/in?

Texter/in ist ein klassisches Arbeitsfeld für Quereinsteiger. Entsprechend gibt es keinen Ausbildungsgang zur Texter/in. Im Hinblick auf die vorherige Ausbildung sind bestimmte Disziplinen besonders prädestiniert für den Quereinstieg. Hier ist, für den deutschen Sprachraum, vor allem die Germanistik zu nennen. Neben einem gut ausgeprägten Sprachverständnis und einem kreativen Umgang mit Sprache kommt es entscheidend auf deren korrekten Gebrauch an. Weiterhin ist ein Studium der Wirtschaftswissenschaften eine gute Grundlage für den Einstieg als Texter/in. Schließlich dienen die erstellten Texte in aller Regel dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen. In gleicher Weise bereitet aber auch ein Studium im Bereich Medienwissenschaft gut auf eine spätere Tätigkeit als Texter/in vor. Der vorherige Ausbildungsgang ist jedoch weniger entscheidend als der kreative Output.

Wie funktioniert der Einstieg als Texter/in?

Die einfachste Möglichkeit, als Texter/in zu beginnen ist für gewöhnlich das Absolvieren eines Praktikums in einer Werbeagentur. Dieses ist in der Regel auf mehrere Monate angelegt. In dieser Zeit lässt sich meist schnell feststellen, ob der Berufsweg als Texter vielversprechend ist oder nicht. Entscheidend ist dabei vor allem die Entwicklung spannender Ideen, die gut dazu geeignet sind, Produkte besser zu verkaufen. Nur wenn dieses "Coming Out" erfolgt, schließt sich an das Praktikum eine weitere Form der Beschäftigung an. Diese kann entweder in Form eine Trainee-Stelle oder gleich als Junior Texter erfolgen. Dabei sollten Sie sich vor Augen halten, dass die Agenturen mit großen Namen in der Regel in Großstädten wie Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt oder auch München und Berlin angesiedelt sind. Zu Anfang der Karriere haben Sie meist ein eher geringes Einkommen, dafür aber hohe Lebenshaltungskosten, vor allem was die Miete betrifft. Andererseits ist es jedoch so, dass der Weg für viele Texter/innen ins freiberufliche Arbeitsfeld führt. Um dann Kunden zu überzeugen ist wichtig, ein paar gewichtige Namen im eigenen beruflichen Werdegang nennen zu können. Namhafte Kunden sind wiederum meist bei namhaften Agenturen angesiedelt, womit sich der Kreis schließt.

Welche Möglichkeiten der Fortbildung für Texter/innen gibt es?

Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung waren für Texter/innen in der Vergangenheit rar gesät. Gleichzeitig wurden jedoch die Anforderungen an Texter/innen immer höher. Entsprechend wurde 1998 in Hamburg die Texterschmiede gegründet, die als erste Schule ihrer Art den Fokus auf die gezielte Ausbildung von Texter/innen legte. Heutzutage hat die Schule ihre Ausbildung auf weitere Bereiche des Marketings ausgeweitet und es werden auch Konzeptioner aufgenommen. Entsprechend wurde auch der Name in "Hamburg School of Ideas e. V." geändert. Weiterhin gibt es in München, Berlin und Düsseldorf Filialen der Textakademie. Die Standorte sind kein Zufall, da der Lehrkörper der Texter/innenseminare sich Köpfen rekrutiert, die direkt aus der beruflichen Praxis kommen und die ihre Lehrtätigkeit für gewöhnlich im Nebenberuf ausüben.

Wie verläuft die Karriere als Texter/in?

Wie bereits geschildert, erfolgt der Einstieg für gewöhnlich im Wege eines Praktikums. Verläuft dieses erfolgreich, schließt sich meist eine Anstellung als Junior Texter/in an. Die nächsten Karrierestufen sind dann die Texter/in, die Senior Texter/in und schließlich die Creative Director/in. Dies gilt zumindest dann, wenn der Berufsweg sich im Feld der Agenturen bewegt. Häufig verhält es sich aber auch so, dass nach der Stufe Senior Texter/in ein Ausstieg in die freiberufliche Tätigkeit erfolgt. Dies hat zur Folge, dass neben der kreativen Arbeit auch die administrativen Aufgaben wie Akquise, Buchhaltung, Schriftverkehr mit Kunden etc. selber erledigt werden müssen. Vor allem was die Gewinnung von Kunden betrifft , sollten Sie vor diesem Schritt in sich gehen, wie gut Sie im persönlichen Gespräch überzeugen können. Da Sie im Rahmen Ihrer davorliegenden Tätigkeit als Texter bereits mehrere Pitches um einen Auftrag durchlaufen haben dürften, haben Sie an diesem Punkt der Karriere meist eine ziemlich gute Einschätzung von sich selber in dieser Frage. Neben dem Aufstieg innerhalb der Agentur und der freiberuflichen Tätigkeit bietet sich außerdem zuweilen die Möglichkeit, in fest angestellter Form in den Marketingbereich eines Kunden der Agentur zu wechseln. Dies hat in der Regel Vorteile für alle Beteiligten, weshalb Ihnen meist keine Steine in den Weg gelegt werden dürften.

Gibt es Sonderformen?

Durch das Internet hat sich der Arbeitsbereich von Texter/innen in vielfältiger Weise erweitert. Viele Blogs, Podcasts etc. setzen gezielt auf kreativen Input von außen, um fortwährend aktuellen Content anbieten zu können. Außerdem hat sich der Bereich der Ratgeber durch das Netz entscheidend erweitert. Neben der direkten Akquise von Kunden gibt es Plattformen, die auf die Vermittlung von Text-Aufträgen spezialisiert sind. Viele dieser Varianten lassen sich von Anfang an als nebenberufliche Beschäftigung im Home Office anlegen, ohne dass zuvor eine Tätigkeit als Texter/in in einer Agentur ausgeübt wurde. Eine weitere besondere Variante bildet der Bereich der Textdichter/innen. In diesem Arbeitsfeld geht es um die Gestaltung von Liedtexten. Hier ist der Einstieg jedoch besonders schwierig, da keine Möglichkeiten zur Absolvierung von Praktika bestehen. In diesem Bereich bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als einfach ins kalte Wasser zu springen. Alternativ können Sie sich mit Ihren Texten bei der so genannten Celler Schule bewerben, die jedes Jahr eine Masterclass für zehn Stipendiaten anbietet.

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